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Hauptsache preiswert? Verantwortung für die Produktion wahrnehmen

„Alle Jahre wieder“ – auch dieses Jahr war es kurz vor den Weihnachtsferien soweit:

 

Unsere 53 angehenden Industriekaufleute waren zu der Lernsituation „Hauptsache preiswert? Verantwortung für die Produktion wahrnehmen“ am Start.

 

In diesem Jahr beschäftigten sich die Auszubildenden mit den Produktlebenszyklen von Schokolade, Kaffee, Handy, Jeans und Kosmetik. Aufgabe war es dabei, sowohl umweltschädliche als auch wirtschaftsethische Konflikte, die bei der Produktion auftreten können, aufzuzeigen. So rückten besonders die vielen problematischen Transporte im „Produktsegment Jeans“ in den Fokus. Brandaktuell konnten zudem (aus dem dieses Jahr neu hinzugekommen Bereich Kosmetik) die katastrophalen Folgen von Mikroplastik für die Umwelt aufgegriffen werden.

 

Hinsichtlich jedes einzelnen Produktes waren die Schüler gruppenweise aufgefordert, sich mit den kritischen Einwänden von Aktivisten auseinanderzusetzen und Lösungsansätze zur Behebung von Schwachstellen zu entwickeln.

Die Ergebnisse einer dreitägigen Arbeitsphase mit einer Vielzahl von realistischen Verbesserungsmaßnahmen in Bezug auf ökologische und ethische Entscheidungen im Unternehmen konnten dann am Mittwoch, dem 19.12.18, in der Aula im Rahmen von Infoständen vorgestellt werden.

Insgesamt überzeugten die Ausführungen, die durch praktische Anschauungsobjekte verdeutlicht wurden:

Neben einer Verkostung zur Kakaohaltigkeit verschiedener Schokoladen, einem selbst angerührten Zucker/Öl- Peeling als echte Alternative zu Pflegeprodukten in Plastikverpackungen, stach besonders die Handysammelaktion heraus:

Unter dem Motto „Handys recyclen – Gutes tun“ wurde das Projekt der Missio-Aktion Schutzengel an unsere Schule geholt, in deren Rahmen noch bis in den Januar gebrauchte Handys am Schulkiosk abgegeben werden können. Als Anreiz winken hier auch Gewinne aus einer Verlosung für alle Teilnehmer!

 

Der Thematik gerecht werdend wurden in den Pausen fair gehandelter Kaffee und leckere fair gehandelte Süßigkeiten angeboten und auch gerne von allen Anwesenden konsumiert.

 

Als diesjährige externe Experten konnten wir Frau Krümmel-Seltier von Greenpeace und Herrn Wunden von Misereor gewinnen. Bereits bei dem Rundgang entwickelte sich ein angeregter Austausch mit den Schülern. Die Möglichkeiten der fairen Produktion bzw. des fairen Handels zur Verbesserung der Lebenssituation vieler Menschen wurden hierbei lebhaft diskutiert.

Der folgende Vortrag mit dem Schwerpunkt „Produktion und Handel von Textilien“ regte nochmals zum Nachdenken an und warf zum Abschluss noch eine Fülle von Fragen, insbesondere zur Problematik des Siegel-Dschungels auf, die in einer lebhaften Atmosphäre beantwortet werden konnten.

 

Am Ende gingen alle mit einem Mehr an Wissen und der Erkenntnis nach Hause:

Im Zuge der weiteren Globalisierung wird es unabdinglich sein, neue Konzepte für die Förderung der fairen Produktion und des fairen Handels zu entwickeln und zu verfolgen.

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